Emotionale Verfügbarkeit erkennen und lernen

Definition und Bedeutung emotionaler Verfügbarkeit

Vor allem in den sozialen Medien stößt man immer wieder auf das Schlagwort „emotionale Verfügbarkeit“. Sie ist das Herzstück zwischenmenschlicher Beziehungen. Was bedeutet eigentlich emotionale Verfügbarkeit?

Sie ist die Fähigkeit:

  • In Beziehungen wirklich präsent zu sein.

  • Tief in unsere eigenen Gefühle einzutauchen.

  • Einfühlsam auf andere einzugehen.

Eine gesunde Beziehung zum eigenen Innenerleben ist das, was uns ermöglicht, jenseits der Oberfläche zu verbinden, Empathie zu zeigen und sowohl Freude als auch Schmerz mit einem anderen Menschen zu teilen.

Viele von uns wünschen sich emotional verfügbare Partner und wünschen sich wiederum selbst emotional verfügbar zu sein. Diese Schlüsselfertigkeit ermöglicht es uns authentisch und offen in Beziehung zu gehen und für unsere geliebten Menschen präsent zu sein.

Emotionale Verfügbarkeit führt zu stabilen und sicheren Bindungen

Anzeichen von emotionaler Verfügbarkeit beim Dating

Menschen, die emotional verfügbar sind, hören aktiv zu, wenn ihr Partner spricht, und zeigen Empathie in schwierigen Zeiten. Emotionale Offenheit und die Fähigkeit, sich auf emotionale Gespräche einzulassen, sind weitere Kennzeichen. Präsente Menschen sind "da", sowohl geistig als auch emotional, wenn sie gebraucht werden. Es ist dieser authentische Austausch von Emotionen, der emotionale Intimität in Beziehungen aufbaut.

Weitere Anzeichen für emotionale Verfügbarkeit beim Partner:

  • Er ist konsistent in der Kommunikation.

  • Er ist in der Lage, sich tiefgehend auszutauschen.

  • Er bekennt sich zu eurer Beziehung.

  • Er fühlt sich von deinen Emotionen nicht überfordert (und auch nicht von seinen).

  • Es gibt mit ihm kein Wechselspiel aus heiß und kalt.

  • Er ist in der Lage sich auch mal nach dir auszurichten.

  • Er teilt intime Gedanken und Gefühle.

  • Ihm fällt es leicht in Beziehung zu sein.

  • Er sagt, was er möchte.

Gründe für emotionale Unverfügbarkeit

Emotionale Unverfügbarkeit kann durch eine Vielzahl von Gründen entstehen. Frühere Verletzungen, Traumata oder schlechte Erfahrungen in Beziehungen können dazu führen, dass sich Menschen schützen, indem sie sich emotional zurückziehen. Unterschiedliche Bindungsstile, basierend auf frühen Kindheitserfahrungen, können auch die Art und Weise beeinflussen, wie jemand in Beziehungen interagiert. Zum Beispiel könnten Menschen mit einem vermeidenden Bindungsstil Schwierigkeiten haben, sich emotional zu öffnen, aus Angst, verletzt zu werden.

Unterschied zwischen emotionaler und physischer Verfügbarkeit

Während physische Verfügbarkeit oft mit gemeinsamer Zeit und Nähe assoziiert wird, bedeutet sie nicht zwangsläufig emotionale Nähe. Es ist durchaus möglich, physisch anwesend zu sein, aber emotional distanziert. Solch eine Dynamik kann durch Faktoren wie Bindungsängste, ungelöste Traumata oder andere psychologische Barrieren hervorgerufen werden. Es ist entscheidend, beide Aspekte in Einklang zu bringen. Dadurch könnt ihr eine erfüllende und tiefe Verbindung mit einem Partner schaffen.

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Emotionale Verfügbarkeit und Bindungsstile

Bindungsstile, entwickelt in der frühen Kindheit, beeinflussen maßgeblich, wie wir in erwachsenen Beziehungen interagieren. Menschen mit einer sicheren neigen Bindung dazu, emotional verfügbarer zu sein.

Diejenigen mit ängstlichen oder vermeidenden Bindungsstilen haben Schwierigkeiten, sich zu öffnen oder Nähe zuzulassen. Wenn du deinen eigenen Bindungsstil und den deines Partners kennst, hilft es euch, eure Dynamik in der Beziehung besser zu verstehen. Dadurch könnt ihr Wege finden, die emotionale Verfügbarkeit zu erhöhen.

Eine Buchempfehlung mit Test zu Bindungsstilen ist:

"Warum wir uns immer in den Falschen verlieben Beziehungstypen und ihre Bedeutung für unsere Partnerschaft" von Amir Levine und Rachel S.F. Heller.

Auswirkungen von emotionaler Unverfügbarkeit auf Beziehungen

Wenn eine oder beide Parteien in einer Beziehung emotional nicht verfügbar sind, führt das zu einer Vielzahl von Problemen. Darunter Kommunikationsprobleme, Missverständnisse und Gefühle der Entfremdung.

Es fehlt die emotionale Tiefe und Intimität, die für eine erfüllende Verbindung notwendig ist. Langfristig kann dies zu Unsicherheiten, Misstrauen und sogar zum Zerfall der Beziehung führen. Es ist daher wichtig, emotionale Barrieren zu erkennen und Wege zu finden, sie zu überwinden.

Wege zur Erhöhung der emotionalen Verfügbarkeit

Die gute Nachricht ist, dass emotionale Verfügbarkeit eine Fähigkeit ist, die entwickelt und gestärkt werden kann.

  • Achtsamkeit: Lerne, dich mit deinen eigenen Gefühlen zu verbinden. Durch das regelmäßige Reflektieren und Bewusstwerden deiner Gefühle trainierst du, deiner Wahrnehmung zu vertrauen. Um das zu erreichen, kannst du durch Tagebuch führen, meditieren oder Achtsamkeitsübungen machen.

  • Gewaltfreie Kommunikation: Indem du diese Kommunikationstechnik einübst, lernst du deine Bedürfnisse und Gefühle klar zu formulieren. Das lindert die Angst, nicht gehört oder verstanden zu werden. Gewaltfreie Kommunikation hilft dir dabei, ruhig und sachlich zu bleiben.

  • Sprechen: Du kannst emotionale Verfügbarkeit üben. Wenn es dir in Beziehungen schwerfällt, fange an, mit deinen Freunden über das zu reden, was dich beschäftigt. Lerne in kleinen Schritten zu erzählen, was in dir vorgeht. Sprich es aus, wenn dich etwas freut, wenn dich etwas traurig macht, oder wenn du enttäuscht bist.

Das Ziel ist zu lernen, dass es sicher ist sich zu öffnen. Damit erkennst du, dass du für deine Bedürfnisse und Gefühle nicht abgelehnt wirst.

Wenn du es alleine nicht schaffst, helfen Therapie oder Coaching dich zu öffnen und emotionale Blockaden abzubauen. Es beginnt oft mit der Anerkennung der eigenen emotionalen Verletzungen und dem Wunsch, daran zu arbeiten.

Emotionale Verfügbarkeit und Selbstliebe

Ein gesundes Selbstbild und Selbstliebe sind eng mit emotionaler Verfügbarkeit verbunden. Menschen, die sich selbst lieben und akzeptieren, finden es leicht, sich anderen zu öffnen und emotionale Intimität zuzulassen. Selbstliebe schafft auch ein sicheres Fundament, das es einem ermöglicht, in Beziehungen und Intimität authentisch und verletzlich zu sein.



Ich hoffe, dass dir der Artikel weitergeholfen hat. Bei weiteren Fragen oder Anregungen kannst du mich sehr gerne kontaktieren oder ein kostenloses Vorgespräch mit mir vereinbaren.

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Herzliche Grüße

Deine Irina

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